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Der Große Austausch in Österreich

Manipulation durch Sprache

In der Eleganz der Sprache liegt außergewöhnliches Potential, um ein und dieselbe Situation auf unterschiedliche Weise darzustellen. Sprache fesselt, Sprache leitet und Sprache lenkt. Jedem, dem schon einmal in Worte gefasste Gefühle schlaflose Nächte bereitet haben oder jedem, dem raffinierte Floskeln zur Weißglut brachten, ist klar, welches Potential in den Worten liegt – ganz egal ob in ein Buch gefasst oder mit feiner Zunge artikuliert. Wir leiden mit Goethes Werther, hoffen mit unseren Heroen und hängen an den Lippen unserer Idole. Alles scheint durch das Wort zu werden und Realität scheint sich durch das Wort erst zu bilden.

Niemand versteht das besser, als die Damen und Herren Volksvertreter, die rhetorisch bestens geschult zum Wohle ihres persönlichen Überlebens artikulieren. Während sie der Einwanderungslobby nach dem Mund reden, werden sie zu Handlangern des Großen Austauschs. Tausende Tote im Mittelmeer werden Industrie und Kapital in den Rachen geworfen und niemanden scheint in Europa für die vielen Menschenschicksale Verantwortung zu übernehmen. Wenn Millionen junger Männer nach Europa drängen und die autochthone Bevölkerung ihre Besorgnis äußert, scheinen die kritischen Argumente im Nichts zu verpuffen. In etablierten Medien wird der Große Austausch totgeschwiegen bzw. Befürchtungen darüber als irrelevant dargestellt. Das liegt daran, dass der Große Austausch rhetorisch geschickt als notwendig und alternativlos angepriesen wird, Begriffe bewusst verwirren sollen und negative Auswirkung des Großen Austauschs auf Kultur und Leben zu Gunsten einer Wirtschaftsmaschinerie in Kauf genommen werden.

Wo früher noch über Asylanten diskutiert wurde, spricht man heute nur noch von Asylwerbern. Damit will man den kritischen Begriff des Scheinasylanten ausweichen, um sich nicht mit der Problematik der missbräuchlichen Asylanträge auseinandersetzen zu müssen. Es soll der Eindruck entstehen, dass jemand, der sich um Asyl „bewirbt“ noch lange nicht im Aufnahmeland verbleiben darf. Die Realität sieht aber anders aus. Bei den meisten Flüchtlingen handelt es sich um illegale Einwanderer, die trotz eines negativen Asylbescheids nicht abgeschoben werden. Wo früher von Asylantenheimen gesprochen wurde, wird heute nur mehr von Flüchtlingsheimen geredet. Hier scheint der Status der Antragsteller gleich von vornherein festzustehen.1 Asyl kann jeder Mensch beantragen, es muss aber erst geprüft werden, ob dieser Mensch ein tatsächlicher Flüchtling ist. Wenn man diese Menschen Flüchtlinge nennt, täuscht man Schutzbefohlenheit vor und will damit einwanderungskritischen Stimmen den Wind aus den Segeln nehmen. Während die Begrifflichkeiten irritieren, wird die autochthone Bevölkerung ausgetauscht.

Die „Klarheit“ der Zahlen

Um einer Manipulation entgegenzuwirken, hilft es oft, die Realität in Zahlen abzubilden. Zahlen lügen nicht und wenn man sie mit den richtigen Begrifflichkeiten verwendet, dann kommt man auch einer gut manipulierten Statistik auf die Schliche. Statistiken über Einwanderung und demographischen Wandeln sind nicht neu und werden auch von staatlichen Stellen zur Verfügung gestellt. Ein großer Teil dieser Daten wird von Statistik Austria und dem Magistrat Wien veröffentlicht. Warum braucht es also eine neue Untersuchung, wenn es schon von staatlicher Seite Erörterungen über demographische Entwicklung gibt?

Man kann neutrale Zahlen auch so darstellen, dass sie auf den ersten Blick nicht die tatsächliche Entwicklung abbilden bzw. nicht das ganze Ausmaß der Einwanderung erfassen. Den Multikultis ist es lieb und teuer, wenn der gesamte Umfang des Großen Austauschs statistisch nicht abgebildet werden kann. In den offiziellen Statistiken werden Einwanderer daher nur bis zur zweiten Generation erfasst. Die erste Einwanderungswelle nach Österreich hat beispielsweise mit dem in Kraft getretenen Arbeitskräfte-Anwerbeabkommens mit der Türkei in den 1960er Jahren begonnen. Viele türkische Gastarbeiter haben im Zuge dieses Abkommens ihr Glück in Österreich versucht. Zusätzlich gab es kurz vor und nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Ostblocks Einwanderungswellen aus diesen Ländern. Wenn man annimmt, dass alle 25 Jahre eine neue Generation geboren wird, dann kann man davon ausgehen, dass heute schon die dritte Generation von Zuwanderern als Nachfahren der ersten Einwanderer in Österreich lebt. Diese werden aber in der Statistik gar nicht mehr erfasst und die tatsächliche Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund ist daher deutlich höher anzunehmen.

In der statistischen Erhebung des Mikrozensus wird nur die Staatsangehörigkeit einer Person und die Geburtsländer beider Eltern erhoben. Daher ist es ab der dritten Generation nicht mehr möglich den Migrationshintergrund einer Person statistisch darzustellen, wenn deren Eltern in Österreich geboren wurden. Zusätzlich werden zugewanderte Personen und deren Kindern in Österreich eingebürgert, erhalten die österreichische Staatsbürgerschaft und scheinen so auch nicht mehr in dieser Statistik auf. Die zu eng gefassten staatlichen Statistiken können also die reale Zusammensetzung der Bevölkerung gar nicht mehr wahrheitsgemäß abbilden. Zusätzlich leben zum Teil schon Nachkommen der vierten Generation von Zuwanderern in Österreich. Auch diese werden demzufolge auch nicht in den staatlichen Statistiken erwähnt.

Falsche Annahmen

Man ging davon aus, dass sich Migrantenkinder der dritten Generation der Kultur der Aufnahmeländern anpassen, so dass keine bzw. nur mehr geringe kulturelle Unterschiede festzustellen sind. Doch die momentane Entwicklung geht in die genau gegensätzliche Richtung. Enkel der Zuwanderer radikalisieren sich, fahren nach Syrien um sich der IS anzuschließen, rauben und sind in brutale Schlägereien verwickelt.3 Wenn man sich die vom Staat zur Verfügung gestellten Statistiken über Menschen mit Migrationshintergrund vor Augen führt, dann erkennt man rasch die groben Unterschiede zwischen einer realistischen und einer staatlichen Darstellung des Bevölkerungsaustauschs. Will man also die gesamte Einwanderungsrealität richtig abbilden, dann muss man die zugewanderten Menschen inklusive aller nachfolgenden Generationen in die Statistik einfließen lassen. Nur so kann man das Gesamtbild des Großen Austausch darstellen. Eine Abbildung über den tatsächlichen Istzustand der Bevölkerungszusammensetzung ist daher entweder nur direkt über eine Abfrage zur ethnischen Zugehörigkeit bzw. der Geburtsländer der Vorfahren möglich oder kann mittels Hochrechnung passieren.

Die Realität

Wird der Migrationsanteil der österreichischen Bevölkerung durch das momentane staatliche Berechnungssystem dargestellt, dann schwanken die Aussagen über den Migrantenanteil an der Gesamtbevölkerung im Jahre 2014 zwischen 20,4% und 24,8%. Ein realistische Berechnung, in der die Schwankungsbreite schon mit eingerechnet ist, geht von 27,8% aus. Das sind 2,3 Millionen Menschen bei 8,4 Millionen Menschen Gesamtbevölkerung. Bei dieser Zahl wurde aber nur die erste und die zweite Generation von Einwanderern berücksichtigt. Die dritte Generation der Migranten fehlt in dieser Betrachtung gänzlich. Daher ist die tatsächliche Zahl der Bevölkerung mit Migrationshintergrund wesentlich höher, als offiziell dargestellt. In den unteren Altersschichten und im typischen Erwerbsalter ist die Population mit Migrationshintergrund mit 27,1% überdurchschnittlich hoch vertreten. Doch auch hier wurden die Zahlen nur bis zur zweiten Generation berücksichtigt. Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist demnach deutlich jünger als die autochthone Bevölkerung und wird in Zukunft dementsprechenden Einfluss ausüben. In Schulen in Wien beträgt der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Umgangssprache mittlerweile schon 48,5%. Berücksichtigt man die geringere Geburtenrate der autochthonen Bevölkerung, dann erkennt man rasch, dass der Große Austausch vor unseren Augen stattfindet.

Noch ist Zeit aktiv zu werden!

Kommt zu unserer Demonstration am 06.06. in Wien um ein starkes Zeichen gegen den Großen Austausch zu setzen!

1Stein, Dieter:Wenn Begriffe verwirren soll. In Junge Freiheit 20/15. S. 1.

3Quelle: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/politik/750987_Unsere-Werte-sind-fuer-Zuwanderer-uninteressant.html

Demographie Dritte Generation Einwanderungslobby Gastarbeiter Magistrat Wien Migrationshintergrund Mikrozensus österreich Staatsangehörigkeit Statistik Austria

Über Siegfried W.

Siegfried W.
Studium der Philosophie und Religionswissenschaften. Mitglied der IB-Steiermark.

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